Pressemeldungen

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen – Aktionen und Solidarität in Mühlheim am Main

Seit 1981 rufen Frauen- und Menschenrechtsorganisationen am 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen auf.  Die Stadt Mühlheim am Main unterstützt dieses Jahr die Kampagne „Stopp Gewalt gegen Frauen“ von UN Women, die ein Ende aller geschlechtsspezifischen Gewalttaten und die Einhaltung der Menschenrechte für alle Frauen und Mädchen fordert.

Das Mühlheimer Frauenbündnis, die Elternlotsinnen und die Frauenbeauftragten der Stadt Mühlheim laden am Freitag, den 25. November um 17 Uhr zum Hissen der UN Women Fahne mit Bürgermeister Daniel Tybussek ein. Treffpunkt ist der Innenhof des Rathauses. Anschließend findet ein Impulsvortrag zur Istanbul-Konvention im Stadtverordnetensitzungssaal statt.

Die Istanbul-Konvention ist ein völkerrechtliches Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt. Deutschland hat dieses 2017 ratifiziert und sich damit verpflichtet umfassende Maßnahmen zum Schutz vor geschlechtsspezifischer zu etablieren.  Bisher sind die Forderungen der Istanbul-Konvention in Deutschland jedoch nicht in Gänze umgesetzt.  2020 waren in Deutschland fast 150.000 Frauen von Partnerschaftsgewalt betroffen. In 140 Fällen töteten Männer ihre (Ex-) Partnerin. Täglich werden mehr als 9 Frauen von ihren Partnern vergewaltigt oder sexuell genötigt. Bundesweit fehlen 14.000 Frauenhausplätze. (Quelle: Partnerschaftsgewalt-Kriminalstatistische Auswertung-Berichtsjahr 2020 vom BKA)

Partnerschaftliche Gewalt gibt es in allen Altersklassen, Nationen, und ökonomischen Schichten. Es ist uns wichtig immer wieder zu informieren, Hilfestrukturen bekannt zu machen, das Schweigen zu brechen und Tätern zu signalisieren, dass ihre Gewalt nicht toleriert wird, betonen die städtischen Frauenbeauftragten.

Die Stabsstelle Gleichberechtigung, Integration, Prävention lädt alle Mülheimerinnen bereits am Donnerstag, den 24. November zum nächsten Frauenfrühstück ins Kontakt-Werk ein. (09:30-11:30 Uhr, Ludwigstraße 57). Unter dem Motto „gemeinsam-solidarisch-stark“ können Frauen sich hier kennenlernen und Erfahrungen austauschen. Gerade beim Thema Gewalt ist es wichtig nicht alleine zu bleiben. Vor dem Frühstück wird es eine kurze Übungseinheit mit der Empowerment- und Selbstverteidigungstrainerin Mahsa Nangeli geben. Eine Anmeldung ist nicht nötig, um einen kulinarischen Beitrag für das Buffet wird gebeten.  

Die Frauenbeauftragten der Stadt sind bei Fragen und Beratungsanliegen unter 06108 601 105 oder 109 erreichbar. Das Bundesweite Hilfetelefon berät 365 Tage im Jahr, jederzeit und mehrsprachig unter 0800 116 116 oder unter www.hilfetelefon.de.