Bereits im Juni berichtete die Lebensmittel Zeitung, dass die Edeka-Gruppe plane, einen Teil der übernommenen Tegut-Märkte innerhalb des Konzerns an Netto weiterzugeben. Der Marken-Discounter Netto gehört zum Edeka-Verbund. Verschiedene Quellen bestätigten diese Planungen im Sommer auch für den Standort Mühlheim am Main. Inzwischen ist von einer Übergabe an Netto im November 2026 die Rede. Zudem führen kommerzielle Kartendienste den bisherigen Tegut-Standort bereits als Netto-Markt. Eine offizielle Bestätigung seitens der Edeka-Gruppe liegt bislang jedoch noch nicht vor.
Die Stadt Mühlheim am Main hat weder rechtlich noch tatsächlich Einfluss auf die konzernstrategische Ausrichtung der Edeka-Gruppe. Dennoch hat sie bereits vor einiger Zeit das Gespräch mit der Edeka-Gruppe gesucht. Dabei wurde unmissverständlich deutlich gemacht, dass die Ansiedlung eines Vollsortimenters für die Stadt Mühlheim am Main von großer Bedeutung ist.
„Die nun genehmigte Übernahme des Mühlheimer Tegut-Marktes durch die Edeka-Gruppe ist eine gute Nachricht für Mühlheim“, kommentiert Bürgermeister Dr. Alexander Krey die aktuelle Entwicklung. „Damit bleibt der Standort erhalten und die Menschen im Quartier können auch künftig fußläufig Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs einkaufen. Die Versorgungssicherheit bleibt gewährleistet. Eine vollständige Schließung des Marktes, wie sie in anderen Städten und Gemeinden diskutiert wurde, wäre für Mühlheim ein schwer zu verschmerzender Verlust gewesen. Dieses Szenario konnte durch die Übernahme nun endgültig abgewendet werden.“
Moderne Discounter überzeugen heute durchaus mit einem attraktiven Einkaufserlebnis und sichern die Versorgung mit allen relevanten Produkten des täglichen Bedarfs. Ein moderner Netto-Markt hat deshalb gute Chancen, auch die Mühlheimer Bürgerschaft zu überzeugen.
