Dass die manroland sheetfed GmbH nun zum 1. Juni den regulär werbenden Geschäftsbetrieb einstellt – und rund 750 Menschen vor dem Nichts stehen – diese Nachricht ist auch in der Mühlenstadt wie ein Blitz eingeschlagen. Auch hier arbeiten Roländer. Auch hier leben Angestellte, Angehörige, Freundinnen und Freunde der Beschäftigten aus Offenbach. Auch hier herrschen in vielen Haushalten und Büros Betroffenheit, Fassungslosigkeit und nicht zuletzt blankes Unverständnis.
„Diese Kaltschnäuzigkeit der Verantwortlichen schockiert mich zutiefst“, so Bürgermeister Dr. Alexander Krey. Hunderte Mitarbeitende haben Manroland über die Jahrzehnte hinweg die Treue gehalten. Der Großteil von ihnen soll zum 1. Juni freigestellt werden. Ohne Transfergesellschaft. Bleiben „dürfen“ diejenigen, die zwingend für die Abwicklungsphase benötigt werden und diejenigen, die den Verkauf des Ersatzteil- und Servicegeschäfts vorbereiten sollen. Ein Vorgang, der menschlich nicht nachzuvollziehen ist.
„Ich appelliere an die Verantwortlichen, sich endlich der Rolle bewusst zu werden, die sie für hunderte Menschen spielen und sie nicht einfach im Stich zu lassen“, so Krey abschließend.
