Siehe:
- Pressemitteilung des BUND: Stadtbäume in der Klimakrise: Dominoeffekt beim Baumsterben befürchtet
In welchem Turnus wässert die Stadt Mühlheim am Main?
Die Stadt führt eine Wässerungsliste, in der die Gehölze/Pflanzungen nach Prioritäten aufgenommen sind. So werden Neupflanzungen und Jungbäume prioritär gewässert, bei länger anhaltender Trockenheit kommen auch Gehölze/Pflanzungen an schwierigen Standorten hinzu. Die Wassergaben erfolgen je nach Standort/Fläche meist einmal wöchentlich, teils aber auch in größeren Abständen. Die Wässerung aller Bäume/Pflanzflächen im Stadtgebiet ist nicht leistbar.
Werden Bewässerungssäcke eingesetzt?
Die Stadt setzt selbst Bewässerungssäcke/Gießringe an Jungbäumen und vor allem an Standorten ein, an welchen Gießwasser droht, über angrenzend versiegelte Fläche abzulaufen. Die gezielte Gabe größerer, bedarfsgerechter Wassermengen wird durch die Säcke bzw. Gießringe erleichtert und der Bewässerungsvorgang optimiert. Aus fachlichen und ökologischen Gründen ist der Einsatz von Bewässerungssäcken, die in der Regel aus Kunststoff bestehen, aber nicht überall sinnvoll oder nötig.
Wer führt die Bewässerung aus?
Die Stadt führt die Bewässerungen überwiegend durch eigene Mitarbeitende durch, kommt aber in starken Trockenperioden an ihre Grenzen. Neupflanzungen werden in der Regel in den ersten Jahren im Zusammenhang mit der Neuanlage durch externe Dienstleister versorgt. Dankenswerterweise unterstützt die Freiwillige Feuerwehr die Bewässerung mit ehrenamtlichen Kräften.
Wie sieht die Stadt Mühlheim den Einsatz von Trinkwasser?
Die Mitarbeitenden des Bauhofs nutzen ausschließlich Mainwasser zur Bewässerung. Aus technischen Gründen muss die Feuerwehr jedoch bei ihren Wässerungsgängen auf Trinkwasser zurückgreifen. Aufgrund des hohen Aufwandes der Wässerungen und der in der Trockenphase bestehenden Wasserknappheit ist mittel- bis langfristig ein Umstellen des Artenspektrums der Pflanzungen und Optimierung der Pflanzstandorte im städtischen Grün unerlässlich.
Zu betonen ist aber, dass wir vorrangig Wasser aus dem Netz Mühlheim-Dietesheim einsetzen. Die Grundwasserspiegel an den eigenen Brunnen der Stadtwerke steigen seit Jahren. Wasserknappheit gibt es in diesem Bereich nicht. Aus historischen Gründen (Lämmerspiel war bis 1977 eigenständig), wird Lämmerspiel nicht über die eigenen Brunnen aus Mühlheim versorgt, sondern über den Wasserzweckverband Stadt und Kreis Offenbach (ZWO). Die Engpässe bei der Wasserversorgung in diesem Sommer betrafen einzig diesen Verband, nicht das Versorgungsgebiet Mühlheim-Dietesheim.
