Noch mehr Gäste und eine persönlichere Ebene - neue Zusammenarbeit mit der Jugendförderung ein voller Erfolg

In enger Zusammenarbeit zwischen der städtischen Wirtschaftsförderung und der Jugendförderung wurde das Konzept weiterentwickelt und mit einem breiten Beratungs- und Beteiligungsangebot sowie kleineren Mitmachaktionen erweitert. Damit rückte das bisherige klassische Messeformat durch mehr Interaktion und Kommunikation auf Augenhöhe die Bedürfnisse der Jugendlichen noch stärker in den Fokus. Das Konzept ging auf: Vonseiten der Jugendlichen und auch der Aussteller kam ein durchweg positives Feedback, das vor allem die persönliche Ebene in den Gesprächen lobte.

Eine kleine Tour durch das Areal

Wollte man als Jugendliche oder Jugendlicher die Ausbildungsmesse im Jugendzentrum am 15. September besuchen, wurde man noch vor dem Eingang von den Kolleginnen und Kollegen von RoOF begrüßt. Die Jugendberufsagentur war mit ihrem RoOf-Mobil anwesend und bot den jungen Gästen noch vor dem ersten Schritt ins Messegebäude einen besonderen Service: Professionell geschossene Bewerbungsfotos und das Angebot, Lebensläufe vor Ort zu schreiben.

Aufwärmen vor dem Besuch der Messe: Welche Branchen wohl am beliebtesten sind?


Im Foyer des Gebäudes wartete das junge Team des JUZ mit einem Interviewmikrofon, einer Stellwand und einem kleinen Infotisch. In welche Branchen man gern mal schnuppern würde, oder nicht; was einen ermutigt oder eher davor abschrecken würde, eine Ausbildung zu machen und wie wahrscheinlich man sich in einer Ausbildung sieht – all diese Fragen durften sich die jungen Gäste stellen und wurden so ganz nebenbei für den eigentlichen Besuch der Messe vorbereitet.

Interesse, Offenheit und Zugewandtheit

Im allseits bekannten und liebgewonnenen, mit bunten Lichtern warm beleuchteten Veranstaltungssaal des JUZ mit der Bühne standen schließlich zehn Ausstellende. Mühlheimer Gewerbe, wie Autohaus Best, die Wiener Feinbäckerei Heberer, AXA Krüper Döll und das Dentallabor Lexmann waren genauso vertreten, wie beratende Institutionen, wie die IHK Offenbach oder der Kreis Offenbach. Vonseiten der Stadt zeigten die Jugendförderung, das Sachgebiet Kindertageseinrichtungen und die Kinder- und Jugendsozialarbeit an Schulen die vielfältigen Möglichkeiten zur beruflichen Entwicklung, ob per Praktikum, FSJ oder Ausbildung.

An zahlreichen Ständen standen Auszubildende der jeweiligen Institutionen und erzählten für die gleichaltrigen Gäste aus dem Nähkästchen. Ein ausgebauter Turbo bei Autohaus Best, mehrere Gebissabdrücke, Implantate und Schienen beim Dentallabor Lexmann und frischgebackene Leckereien der Wiener Feinbäckerei Heberer machten das Handwerk anfass- und erlebbar und luden direkt zu ungezwungenen Gesprächen ein.

Ein ausgebauter Turbo am Stand von Autohaus Best


Dentallabor Lexmann hat Zahnschienen und Co. zum Anfassen dabei


Jugendliche, die bereits mit einem Ausbildungsplatz „versorgt“ waren oder die nach mehreren Gesprächen bereits zufrieden waren, konnten sich anderen Angeboten zuwenden, so blieb die Stimmung in Balance und jeder Gast konnte seinen eigenen Bedürfnissen Raum geben.

„Die verschiedenen Partizipationsmöglichkeiten und Gesprächsangebote der Jugendförderung gingen mit den interaktiven Angeboten an den Messeständen Hand in Hand. Dadurch sanken die Gesprächshürden an den Ständen und gerade die schüchternen Jugendlichen wurden hervorragend abgeholt“, erklärt die Fachbereichsleiterin Jugend und Soziales Eva Scholz. „Das Ergebnis war eindeutig: Die Jugendlichen erzählten meinem Team in den Interviews, dass sie die Aussteller durchweg als sehr freundlich, offen und zugewandt wahrnahmen und die Ausstellenden gaben das Kompliment zurück. Im Vergleich zu den letzten Jahren konnten Neugierde, Gesprächsbereitschaft und Interesse seitens der Jugendlichen noch gesteigert und Hürden abgebaut werden.“

„Auch wir freuen uns sehr über den erneuten Erfolg der Messe“, sagt der Leiter der Wirtschaftsförderung Olaf Burmeister-Salg. „Bei den Schulen steht sie seit Jahren fest im Unterrichtsplan und kreisweit kommen immer mehr interessierte Schulen und Beratungsangebote dazu und fragen nach Besuchsmöglichkeiten mit ihren Schützlingen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsförderung und Jugendförderung war insofern der logische und richtige nächste Schritt und daher auch ein großer Erfolg.“

Einige neue Gäste

Muntere Gespräche an den Ständen


Wie auch in den letzten Jahren besuchten Mühlheims weiterführende Schulen die Ausbildungsmesse im Rahmen eines verpflichtenden Unterrichtsbesuchs. Jeweils für eine Stunde besuchten die höheren Klassen des Friedrich-Ebert-Gymnasiums, der Friedrich-Ebert-Schule und der Montessori-Schule die Messe.

Und auch ein paar neue Gesichter waren in diesem Jahr dabei. Ein paar Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule, einer Integrierten Gesamtschule des Offenbacher Stadtteils Bieber kamen vorbei. Ihre Lehrkraft in der Berufsberatung hatte ihnen den Besuch empfohlen.

Die USS GmbH, die darauf spezialisiert ist, Hauptschul- und Förderschulbesuchende in Ausbildungsplätze zu vermitteln, besuchte die Messe spontan mit fünfzehn Jugendlichen.

Eine Beraterin der AWO brachte eine Klientin mit und begleitete sie in verschiedene Gespräche und auch einige Eltern besuchten spontan mit ihren Kindern das Jugendzentrum und die jungen Gäste nahmen die verschiedenen Angebote wahr.

 „Ich freue mich sehr, dass die diesjährige Ausbildungsmesse ein solcher Erfolg geworden ist“, sagt Bürgermeister Dr. Alexander Krey. „Die Jugendförderung hat es geschafft, dem Angebot einen eigenen Charme und eine Wärme zu geben, die spürbar war. Aufgrund des Handwerkstags in Offenbach und der Ausbildungsmesse in Neu-Isenburg war diese Runde etwas kleiner, das war uns im Vorhinein bewusst. Dank des ungebrochenen Interesses der Schulen und einiger Ausstellenden, wollten wir das Angebot dennoch umsetzen und es in Zusammenarbeit mit der Jugendförderung mit neuem Leben füllen. Das ist uns glücklicherweise gelungen!“