Über die Weihnachtstage, Silvester und Neujahr wurde allerdings auch weniger getestet und die Labore haben nur eingeschränkt gearbeitet. Das Robert Koch-Institut weist selbst darauf hin, dass die Inzidenzwerte momentan nicht voll belastbar sind. „Insofern gehen auch wir davon aus“, erläutert Landrat Oliver Quilling, „dass die aktuell niedrigen Fallzahlen das Infektionsgeschehens bei uns nicht korrekt widerspiegeln. Bei detaillierter Betrachtung der Zahlen bewegen wir uns aktuell auf dem Niveau von Ende Oktober, also zu Beginn der zweiten Welle. Erst wenn in den kommenden Tagen die Test- und Labortätigkeiten wieder zunehmen, werden wir sehen, ob der Lockdown langsam zu wirken beginnt.“ Der Kreis Offenbach bildet gemeinsam mit der Stadt Offenbach und dem Main-Kinzig Kreis den Dienstbezirk des Polizeipräsidiums Südosthessen. Innerhalb der drei Gebietskörperschaften erfolgen immer wieder Abstimmung, welche Reglungen getroffen werden. Trotz der Aufhebung der Ausgangssperre appelliert der Landrat, Kontakte weiterhin auf ein Minimum zu reduzieren. „Mein Dank geht an alle, die sich an die Regeln halten und so mithelfen, die Ausbreitung des Virus zu verhindern und damit das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit aller sichern. Wir hoffen, dass uns eine erneute Ausgangssperre erspart bleibt.“