In der Pädagogik wird schon lange davon ausgegangen, dass Vertrauen und Verlässlichkeit eine besonders große Rolle in der Mädchenarbeit spielen, weshalb der Mädchentreff kontinuierlich von zwei Mitarbeiterinnen der Jugendpflege geleitet wird.
„Zunächst haben wir in einem Projekt mit den Mädchen in einer großen Umgestaltungsaktion einen Mädchen-Raum geschaffen, der von den Besucherinnen sehr gut angenommen wurde“, berichten die verantwortlichen Mitarbeiterinnen Tanja Röthig und Linda Huf. Der zuvor leere Raum ist zu einem individuell eingerichteten, gemütlichen Zimmer geworden, in dem sich die Besucherinnen wohlfühlen und gemeinsam Zeit verbringen können. Allerdings ist aufgefallen, dass kaum ältere Mädchen und junge Frauen durch das Angebot angesprochen wurden. „Für die Bedürfnisse dieser Zielgruppe war der Raum zu klein. Die Älteren konnten sich nicht von den Jüngeren abgrenzen, altersspezifische Thematiken schlecht oder gar nicht besprochen werden“, weisen Röthig und Huf auf die Problematik hin.
Daher ist seit Januar jeden Mittwoch zwischen 15 Uhr und 19 Uhr wieder ein Tag in der Woche eingeplant, an dem das gesamte Haus der Jugend den jungen Frauen zur Verfügung steht. Auch die Angebote des Offenen Treffs wie Billard, Tischkicker und Dart werden nun vermehrt von den jungen Frauen genutzt.
„Es ist unser Ziel, dass sich die Mädchen und jungen Frauen wohlfühlen. Die Besucherinnen sollen die Möglichkeit haben, sich kennenzulernen, Selbstvertrauen aufzubauen sowie Stereotype und klassische Rollenbilder zu hinterfragen. Außerdem lernen sie, Vertrauen und Solidarität innerhalb der Gruppe aufzubauen, selbstbestimmt ihre Freizeit zu gestalten sowie eigene Kompetenzen, Grenzen und Fähigkeiten zu erkennen“, sagt Huf.
„Besonders freuen wir uns über die Begeisterung der jungen Frauen! Wir sind zuversichtlich, dass das Angebot in Zukunft von vielen Mülheimerinnen angenommen wird und freuen uns schon sehr auf die Ausflüge, Kurse, Unternehmungen und Mädchentreffen in diesem Jahr“, merkt Röthig an.