„Menschenrechtsverletzungen an Frauen sind keine Privatangelegenheit, auch wenn Sie im familiären Umfeld geschehen“, mahnt Stolle an. „Es ist erschreckend, wie viele Mädchen und Frauen immer noch tagtäglich von Häuslicher Gewalt, Zwangsheirat, Genitalverstümmelung oder Zwangsprostitution vor unseren Augen in unserer Nachbarschaft betroffen sind“.
Weltweit ist die Menschenrechtssituation für Mädchen und Frauen immer noch alarmierend: Mehr als 140 Millionen Frauen leiden an weiblicher Genitalverstümmelung. Fast 10 Millionen Mädchen werden zwangsverheiratet, bevor sie 18 Jahre alt werden. Allein in Deutschland haben bereits 25 Prozent der Frauen körperliche oder sexuelle Gewalt oder beides durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt. Etwa 10.000 bis 30.000 Frauen werden jedes Jahr nach Deutschland zur sexuellen Ausbeutung verschleppt. Mit der aktuellen Kampagne „Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution, jetzt!" setzt sich TERRE DES FEMMES dieses Jahr für ein Bleiberecht für die Opfer ein.
Der internationale Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen" geht zurück auf die Ermordung der Schwestern Mirabal am 25. November 1960. Die drei Frauen hatten sich gegen die Diktatur in der Dominikanischen Republik gewehrt und waren nach monatelanger Folter vom militärischen Geheimdienst umgebracht worden. Mit der jährlich steigenden Zahl von gehissten Fahnen wird das Vermächtnis dieser drei Frauen eindrucksvoll gewürdigt.
Für Nachfragen und Interviews stehen wir gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an TERRE DES FEMMES, Christa Stolle, Tel. 030/40504699-0 oder per E-Mail an presse@frauenrechte.de Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .
Auch in Mühlheim flattern ab Montag, 26.11. die Fahnen, und zwar wird vor dem Rathaus um 10:00 Uhr die Fahne von Bürgermeister Daniel Tybussek, der Frauenbeauftragten Doris Globig und dem Leiter der Polizeistation Kurt Pfaff gehisst.