Zukunft des Dietesheimer Naherholungsgebiets / Stadt Mühlheim veröffentlicht erste Umfrageergebnisse

Im Herbst 2025 startete die Stadt Mühlheim eine Umfrage zur Nutzung des Naherholungsgebiets. Mit der Umfrage sollen zielgerichtete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und Ordnung im NEG getroffen werden können. Die Ergebnisse der ersten Umfragerunde liegen nun vor.

Die Ergebnisse in Kürze

Im Kern zielte die Online-Befragung auf die Häufigkeit, die Dauer sowie den Grund der Nutzung des Naherholungsgebietes ab. Dazu wurden u. a. auch aktuelle Eindrücke und Anregungen abgefragt. Insgesamt nahmen 155 Personen an der Umfrage teil.

Ein Überblick

  • Die Befragten gehen vor allem zur Erholung und für die Natur ins Naherholungsgebiet. Die für sie „wichtigsten Bereiche“ (Mehrfachnennung) sind für die Befragten die Wanderwege (117 von 291 Stimmen), gefolgt von der unberührten Natur (93) und den Rastplätzen/ Aussichtspunkten (71). Gelobt wurden in einer offenen Frage u. a. die Sitzgelegenheiten, der Uferbereich, die Streuobstwiesen, die Anbaugebiete und die Gewässer.

  • Das Gros gab als Nutzungshäufigkeit mehrere Besuche im Jahr (86/155 Stimmen), bzw. mehrere im Monat (54) an. Lediglich 13 Befragte nutzen das NEG mindestens wöchentlich.

  • Das Naherholungsgebiet wird häufig eher passiert, als zum längeren Aufenthalt genutzt, was sich in der Nutzung und Aufenthaltsdauer zeigt.
    • Bei Mehrfachnennung gaben die Teilnehmenden an, das Gebiet zum Spazieren (130 Stimmen), Natur erleben (106), Verweilen (53), Wandern (39), Joggen (35), für Familienausflüge (33), zum Gassi gehen (29) und Picknicken (17) zu nutzen.
    • Das Gros der Befragten gab an, sich für gewöhnlich bis zu eine Stunde (31 von 166), bzw. 1-2 h (101 von 166) im NEG aufzuhalten.
    • Besucht wird das Gebiet vor allem am Wochenende (234 von 456) und nachmittags zwischen 14 und 17 Uhr (114 von 317). Nur die Wenigsten kommen vor 10 Uhr (27) und nach 17 Uhr (45).

  • Als größten Störfaktor nannten die Befragten den Müll (61/224), weit abgeschlagen auf Plätzen 2 und 3 wurden Wildgriller (16), Regelverstöße und illegale Nutzung (15) erwähnt. Den fehlenden Grillplatz monierten nur 12 Stimmen.

  • Zur Verbesserung wünschten sich die Befragten u. a. mehr Kontrollen und Ahndung (26/98), Verweilmöglichkeiten und Bänke (17) sowie mehr Mülleimer (7). Wie es scheint, sind die Leute nicht per se gegen das Grillen. 12 wünschen sich, Grillen zu erlauben, 3 wollen, dass es verboten wird.


„Aus dieser ersten Runde der Befragung konnten wir einen großen Strauß an Ideen und Feedback ziehen“, sagt Bürgermeister Dr. Alexander Krey. „„Wir nehmen die Kritik sehr ernst und werden sowohl mit den Fachabteilungen im Rathaus als auch mit dem Arbeitskreis Naherholungsgebiet im Präventionsrat nun in die vertiefte Diskussion gehen, um nachhaltige Verbesserungen zu erreichen. Wichtige Ziele, die wir in der Umfrage bestätigt sehen, sind es, das Naherholungsgebiet attraktiver zu machen und die Aufenthaltsdauer für Besuchende zu erhöhen, ohne dadurch Konfliktpotenziale zu steigern.“

Nächste Umfragerunde

Da in der ersten Umfragerunde vor allem Ortsansässige teilgenommen haben, will die Stadt im Laufe dieses Jahres die Umfrage noch einmal im Naherholungsgebiet durchführen, um auch Stimmen von Nutzenden von außerhalb einfließen zu lassen.

Geplant ist eine Aktion, bei der neben dem Bürgermeister und dem Arbeitskreiskoordinator für das Naherholungsgebiet Michael Binge auch die Ordnungspolizei, das Ordnungsamt, der Freiwillige Polizeidienst, Vertreterinnen und Vertreter der Mühlheimer Polizeistation und die Freiwillige Feuerwehr anwesend sind und für Austausch zur Verfügung stehen.

Verbunden mit den Aktionen sollen die Nutzenden auf das geltende Satzungsrecht und eventuelle Ordnungswidrigkeiten aufmerksam gemacht werden und eine Postkarte mit Informationen und QR-Code zur Umfrage ausgehändigt bekommen.

Zum Hintergrund

Die Idee zur Umfrage geht zurück auf ein Konzeptpapier des Fachbereichs Sicherheit, Ordnung und Verkehr. Ziele des Konzeptpapiers sind mehr Sicherheit und Ordnung innerhalb des Naherholungsgebietes, das Anziehen neuer Nutzergruppen und das Reduzieren von Nutzungskonflikten. Das Konzept enthält neben den bisherigen Maßnahmen, also Satzungsänderungen, der besseren Beschilderung der Zufahrtswege für Rettungsdienste, Hinweisschildern und der Einführung des Arbeitskreises, auch eine Reihe zukünftiger Maßnahmen. Hierzu zählen u. a. die Themenbereiche Parkraumbewirtschaftung, Verstärkung der Ordnungspolizei sowie eben die Befragung der Nutzenden. Das Konzeptpapier wurde durch den Magistrat der Stadt Mühlheim am Main zur Kenntnis genommen.