„Wir bauen Brücken“ – unter diesem Motto wurde in der Mühlenstadt zu Beginn der großen Flüchtlingsbewegung 2014 ein Zeichen des Miteinanders gesetzt. Viele Mühlheimerinnen und Mühlheimer waren bereit, Geflüchtete zu unterstützen und zu begleiten. Patenschaften, Hauspaten, Deutschkurse, die Hausaufgabenhilfe, die Sachspendenausgabe (heute Sozialladen), eine Spielgruppe für Kinder wurden initiiert. Mit der Zeit kam das Kontakt-Café im Kontakt-Werk hinzu. Die ehrenamtliche Fahrradwerkstatt, Kunst- und Sportprojekte, Blogs, die Geflüchtete vorstellen und vieles mehr ist auf den Weg gebracht worden. Und vor allem ging und geht es um Begegnungen: Besuche bei der Polizei, Feuerwehr, Moscheen und Kirchen, Café International, gemeinsame Feste oder Kaffeenachmittage schafften in Mühlheim Vertrauen und Interesse füreinander.
Bürgermeister Dr. Krey lobte bei der Ausstellungseröffnung am 23. Januar die geleistete Arbeit. Vielfach seien Verwaltung und Ehrenamtliche damals herausgefordert gewesen, die spürbar steigenden Flüchtlingszahlen zu bewältigen, was den Aufbau spezialisierter Abteilungen zur Wohnraumsicherung, Unterbringung und Koordination von ehrenamtlichem Engagement erforderlich machte. Die Verwaltungsstrukturen waren darauf nicht vorbereitet und mussten in kurzer Zeit angepasst werden. Dr. Krey betonte, dass das Engagement von freiwilligen Akteurinnen und Akteuren entscheidend dazu beigetragen habe, Aufnahme sowie auch in der Begleitung die ersten Integrationsschritte zu bewältigen.
Die Ausstellung „Wir bauen Brücken“ ist noch bis zum 6. Februar 2026 im Foyer zu den bekannten Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

