Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain präsentiert mit „Hooked on a Book – eine Expedition" sein erstes Eigenprojekt im Rahmen von World Design Capital 2026. Die innovative Konzeption von Helgard Haug (Rimini Protokoll), illustriert von Luise Wüstling, feiert ihre Doppeleröffnung am Sonntag, 8. Februar 2026, in Kelkheim und Mühlheim am Main. Es ist die erste Zusammenarbeit des Kulturfonds mit Helgard Haug und Rimini Protokoll.
Zwei Menschen treffen sich und schlagen ein Buch auf: Sie beginnen darin zu blättern – das Buch stellt Fragen und regt zu Austausch und Gespräch an: über das Leben und die Welt im Großen und Kleinen, das Abgrenzende und das Verbindende, das Allein- und das Zusammen-Sein. Ein komplett analoges, doch interaktives Stück zwischen zwei Fremden. Eine Doppelbelichtung.
Wo auch immer – ein Stück, das keine Bühne benötigt und keine Zuschauenden, das in allen Winkeln dieser Welt stattfinden kann: einem Einsiedlerhof, einer Kleinstadt, einer Metropole. Seite für Seite „verhaken“ sich die beiden Menschen und werden so zu den Hauptpersonen des Buchs.
Mit „Hooked on a Book – eine Expedition" setzt Helgard Haug und Rimini Protokoll gemeinsam mit dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain ein Zeichen für den Dialog und die Begegnung – zentrale Anliegen von World Design Capital 2026. Das Projekt schafft Räume für Austausch und Verbindung in einer zunehmend fragmentierten Gesellschaft. Es lädt ein, sich Zeit zu nehmen für ein Gespräch zwischen Fremden und dabei das Gemeinsame im Verschiedenen zu entdecken.
Das Projekt wurde unter Einbindung von Personen aus der Region entwickelt und im Frühjahr/Sommer 2025 mit Probedurchläufen getestet. Nach der Doppeleröffnung wird „Hooked on a Book – eine Expedition" in den Kommunen der Region Frankfurt RheinMain zu erleben sein. Das analoge Projekt wird nachhaltig im TZ – Verlag & Print verlegt.
Über Helgard Haug und Rimini Protokoll
Helgard Haug ist Mitbegründerin von Rimini Protokoll, dem Theaterkollektiv, das sie seit 2000 gemeinsam mit Stefan Kaegi und Daniel Wetzel leitet. In ihren Arbeiten macht sie Menschen ohne Schauspielausbildung zu Expert:innen ihrer eigenen Lebenswirklichkeit und entwickelt partizipative Formate, die unmittelbare Begegnungen ermöglichen. Mit Projekten wie „100% Stadt", „Call Cutta in a Box" oder „Situation Rooms" hat sie weltweit neue Wege des dokumentarischen und interaktiven Theaters beschritten. Zuletzt kam in Hessen das Stück ‚Futur4‘ am Staatstheater Wiesbaden zur Uraufführung.
Rimini Protokoll zählt zu den international renommiertesten Kollektiven des zeitgenössischen Theaters und wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Europäischen Theaterpreis, dem Faust-Theaterpreis und dem Silbernen Löwen der Biennale Venedig. Ihre Arbeiten lösen die Grenzen zwischen Bühne und Realität auf und sind weltweit an führenden Häusern und Festivals zu erleben.
