Gleichberechtigung von Frauen und Männern   

"Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ Artikel 3,2 Grundgesetz

Dieser Grundgesetzartikel sowie die Hessische Gemeindeordnung (§4b HGO) und das Hessische Gleichberechtigungsgesetz (HGlG) bilden die Grundlage der Arbeit. Die Frauenbeauftragte unterstützt die Realisierung der Gleichberechtigung mit differenzierten Maßnahmen innerhalb der Verwaltung und in unterschiedlichen Politikfeldern auf kommunaler, Kreis- , Landes- und Bundesebene.

Auch wenn schon viel erreicht ist, ist Geschlechterdemokratie noch nicht verwirklicht. Noch immer....

  • bekommen Frauen ca. 23 % weniger Lohn in der Erwerbsarbeit.
  • sind Frauen in Führungspositionen in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft unterrepräsentiert, obwohl junge Frauen heute bessere Schulabschlüsse machen als junge Männer.
  • liegt Familienarbeit, Kindererziehung und Pflege von Familienangehörigen mehrheitlich in Händen von Frauen.
  • sind Frauen von männlicher Gewalt betroffen.
  • ist Altersarmut weiblich.

Die Frauenbeauftragte hilft mit, Benachteiligungen abzubauen. Sie berät Frauen in schwierigen Lebenssituationen, bei häuslicher Gewalt und bei Benachteiligung in Familie, Beruf und Gesellschaft, bietet Fachberatung zu Fragen der Gleichberechtigung an und hält Informationen und Broschüren zu vielen frauenrelevanten Themen bereit.

In der Verwaltung ist die Frauenbeauftragte bei personellen, organisatorischen und sozialen Maßnahmen in die Entscheidungsprozesse eingebunden.

Die Frauenbeauftragte hat den Runden Tisch häusliche Gewalt des Kreises Offenbach mit aufgebaut, arbeitet aktiv im Mühlheimer Präventionsrat mit und führt die Geschäfte des Arbeitskreises Konfliktmanagement bei Kindern und Jugendlichen. Wichtige örtliche Kooperationspartnerinnen sind das Mühlheimer Frauenbündnis, der Verein Frau-Mutter-Kind, der Verein Schritt für Schritt und das Unternehmerinnen-Netzwerk Professionet. Mit der Frauenbeauftragten der französischen Partnerstadt St. Priest finden alljährlich Begegnungen und gemeinsame Veranstaltungen statt.

Ziele:

  • Verbesserung der sozialen Situation für Frauen
  • Chancengleichheit für Frauen auf dem Arbeitsmarkt, in der Verwaltung und in der Wirtschaft
  • Ausbau und Absicherung von Projekten und Einrichtungen für Frauen
  • Gleichberechtigte Vertretung von Frauen in Politik und Gesellschaft
  • Herstellung von Öffentlichkeit und Bewusstseinbildung für Geschlechterdemokratie
  • Verwirklichung der Chancengleichheit für Mädchen

Aufgaben:

  • Interne und externe Frauenbeauftragte nach HGLG und HGO
  • Leitung des Beirats zur Gleichstellung / Umsetzung eines lokalen Gleichstellungsaktionsplans auf Basis der europäischen Charta
  • Beratung von Frauen
  • Politische Bildung und Informationsveranstaltungen
  • Unterstützung und Förderung von Frauen im Ehrenamt

Wir sind vernetzt:

  • Frauenbeauftragte auf Kreis-, Landes- und Bundesebene
  • Integrationsbeauftragte auf Kreis-, Landes- und Bundesebene
  • Ausländerbeiräte auf Kreis-, Landes- und Bundesebene
  • Präventionsräte auf Kreis- und Landesebene sowie zu den „Runden Tischen gegen häusliche Gewalt“
  • Ehrenamtsnetzwerke wie dem Freundeskreis der Mühlheimer Flüchtlinge
  • Engagement-Lotsen
  • Fachdienste, Kirchen, Vereine und Institutionen zu den jeweiligen Themengebieten
  • Ehrenamtliche Unterstützer_innen zu den jeweiligen Themengebieten
  • Kolleg_innen der Kreisverwaltung

Beirat zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene

Die Stadt Mühlheim unterzeichnete im Juni 2011 gemeinsam mit der französischen Partnerstadt Saint-Priest die „Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“. Vorangegangen waren im Rahmen der Verschwisterungsfeierlichkeiten beider Städte jahrelange Kontakte zwischen dem Mühlheimer Frauenbündnis und der Frauengruppe in Saint-Priest. Zur Umsetzung dieses Anliegens wurde ein Beirat gegründet, der einen „Aktionsplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“ erarbeiten sollte. Dieser wurde am 25.02.2016 im Stadtparlament einstimmig verabschiedet. Der Beirat setzt sich aus Personen der Stadtgesellschaft, der Politik, der Vereine und Kirchen und der Stadtverwaltung zusammen.  

Der nun vorliegende Aktionsplan kann nun mit Leben gefüllt werden. Wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen, bestehende Angebote besprechen und Bedarfe in der Gleichstellungsarbeit ermitteln.

Der Aktionsplan steht hier zum Download bereit.

Agentinnen des Wandels - Frauen und Gleichstellungsbeauftragte (Filmdauer 2:46 min)